Grundsätze zum Stammkapital

Das Stammkapital der GmbH stellt bei der Gründung das gesetzliche Mindestvermögen der Gesellschaft dar und dient wegen der Haftungsbeschränkung der Gesellschafter auch zum Schutz von Gläubigern.

Summe der Bareinlagen bzw. Wert der Sacheinlagen

Das festgesetzte Stammkapital der GmbH ist eine feste Größe und definiert die Summe der Bareinlagen bzw. den Wert der Sacheinlagen, die die Gesellschafter in Erfüllung ihrer Einlageverpflichtung mindestens zu erbringen haben. Das zur Erhaltung des Stammkapitals erforderliche Vermögen der Gesellschaft dürfen die Geschäftsführer nicht mehr an die Gesellschafter ausschütten oder zurückzahlen.

Ausweis des Stammkapitals in der Bilanz

In der Eröffnungsbilanz und in den nachfolgenden Bilanzen der GmbH wird das Stammkapital der GmbH gem. § 42 Abs. 1 GmbHG i.V.m. § 266 Abs. 3 A I HGB auf der Passivseite als Gezeichnetes Kapital ausgewiesen. Dieser Betrag ist unabhängig vom Gewinn oder Verlust der Gesellschaft und kann nur in einem formalisierten Verfahren unter Mitwirkung der Gesellschafter und Einschaltung eines Notars verändert werden. Der Ausweis auf der Passivseite erfolgt in voller Höhe, auch wenn die Gesellschafter ihre Einlageverpflichtung noch nicht voll erbracht haben. 

Höhe des Stammkapitals

Das Stammkapital der GmbH muss gem. § 5 Abs. 1 GmbHG in der Höhe mindestens 25.000,-- Euro betragen. Die Gesellschafter können jedoch sowohl bei Gründung der GmbH als auch später das Stammkapital erhöhen. Eine Verpflichtung zur Bestimmung einer angemessenen Höhe des Stammkapitals in Abhängigkeit vom Unternehmensgegenstand und/oder Unternehmensumfang besteht jedoch nicht.

Das Stammkapital der GmbH entspricht gem. § 5 Abs. 3 S. 2 GmbHG in der Summe den Nennbeträgen der Geschäftsanteile, die von den Gesellschaftern zu übernehmen sind. Jeder Geschäftsanteil eines Gesellschafter muss zumindest auf 1 Euro lauten. 

Kapitalaufbringung bei Gründung

Bei Gründung einer GmbH muss das Stammkapital vor Eintragung der Gesellschaft ins Handelsregister wie folgt erbracht sein:

  • Bareinlagen gem. § 7 Abs. 2 GmbHG zumindest in Höhe von 1/4 der Nennbeträge.
  • Sacheinlagen gem. § 7 Abs. 3 GmbHG in voller Höhe.

Außerdem muss der Gesamtbetrag der eingebrachten Einlagen in der Summe zumindest den Wert von 12.500,-- Euro erreichen.


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