Rechtsfolgen für Kleinunternehmer

Die Rechtsfolgen aus der Anwendung der Kleinunternehmerregelung sind zwar auf die Umsatzsteuer beschränkt, können jedoch in ihren finanziellen Auswirkungen erheblich sein.

Wer die Nachteile der Kleinunternehmerregelung nicht kennt, kann die finanziellen Konsequenzen aus einer fehlerhaften Entscheidung hinsichtlich der Anwendung der Kleinunternehmerregelung kaum einschätzen. Die Folgen aus der Entscheidung über die Anwendung der Kleinunternehmerregelung können sich vor allem deshalb sehr nachteilig auswirken, weil der Existenzgründer an diese Entscheidung 5 Jahre gebunden ist. 

Konsequenzen aus der Kleinunternehmerregelung:

Im Einzelnen ergeben sich folgende Rechtsfolgen aus der Anwendung der Kleinunternehmerregelung gem. § 19 UStG:

  • In der Rechnung eines Kleinunternehmers wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen und stattdessen auf die Steuerfreiheit gem. § 19 UStG hingewiesen (Musterrechnung für Kleinunternehmer);
  • In Kleinbetragsrechnungen eines Kleinunternehmers wird kein Umsatzsteuersatz angegeben;
  • Keine Abgabe von Umsatzsteuervoranmeldungen und somit keine Abführung von Umsatzsteuer an das Finanzamt;
  • Kleinunternehmer haben kein Recht zum Vorsteuerabzug aus erhaltenen Rechnungen (Vorsicht bei hohen Anfangsinvestitionen!);
  • Betriebsausgaben werden in der Anlage EÜR mit dem Bruttobetrag - also inclusive bezahlter Umsatzsteuer (= Vorsteuer) - angegeben;
  • Abgabe einer vereinfachten Umsatzsteuererklärung nach Abschluss des Wirtschaftsjahres. Es werden nur in den Zeilen 23 bis 25 Angaben zu den Umsätzen gemacht.

Unberechtigter Ausweis von Umsatzsteuer

Der Kleinunternehmer weist in seiner Rechnung weder Umsatzsteuer noch einen Umsatzsteuersatz aus. Gleichzeitig wird in der Rechnung ausdrücklich auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung und die sich daraus ergebende Steuerfreiheit hingewiesen. Kleinunternehmer verwenden hier am besten folgende Musterrechnung für Kleinunternehmer.

Weist der Kleinunternehmer trotz Anwendung der Kleinunternehmerregelung Umsatzsteuer in seiner Rechnung aus oder wird in einer Kleinbetragsrechnung eines Kleinunternehmers der Umsatzsteuersatz angegeben, gilt dies als unberechtigter Ausweis von Umsatzsteuer. Die ausgewiesene Umsatzsteuer muss an das Finanzamt abgeführt werden, aber der Rechnungsempfänger erhält dennoch kein Recht zum Vorsteuerabzug hieraus.

Im übrigen gelten für Kleinunternehmer die gleichen Anforderungen hinsichtlich den Anforderungen an eine ordnungsgemäße Rechnung


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