Berufsbild Altenpflege

Der oder die Altenpfleger/in pflegt und betreut alte Menschen im Rahmen einer ambulanten Pflege in deren Wohnung oder stationär in Alten- und Pflegeheimen. Eine Tätigkeit als Altenpfleger/in ist auch in Rehakliniken, Tagesstätten und in geriatrischen Krankenhäusern möglich.

Ein Altenpfleger/in muss ein hohes Potential an pflegerischen, psychologischen und sozialen Kompetenzen mitbringen. Dies setzt zum einen Fähigkeiten in der medizinischen Behandlungspflege als auch Kompetenzen bei der sozialpflegerischen und psychiatrischen Betreuung von alten Menschen voraus, so dass eine selbständige Tätigkeit im Zusammenwirken mit anderen Berufsgruppen erbracht werden kann.

Der Altenpfleger/in wird an verschiedenen Einsatzorten tätig, wobei man diese vereinfacht auf folgende zwei Gruppen verteilen kann:

  • Ambulante Betreuung und Pflege durch Sozialstationen und Pflegedienste in der eigenen Wohnung des Betreuten

  • Stationäre Betreuung und Pflege in Heimen, wo die dort lebenden Menschen oft an mehreren Krankheiten gleichzeitig leiden und auch an schweren Formen der Demenz. Hier ist eine dauernde Anwesenheit von ausgebildeten Pflegekräften unbedingt notwendig.

Aufgrund des deutlich gestiegenen Bedarfs an gut ausgebildeten Altenpfleger/in hat sich in Deutschland ein eigenständiges Berufsbild mit individuellen beruflichen Ausübungsregeln entwickelt.

Neben den üblichen Alltagsaufgaben und medizinisch delegierten Aufgaben der Krankenpflege ist das Berufsbild Altenpfleger/in davon gekennzeichnet, dass es das soziale Umfeld einer Person in die Pflegeplanung einbezieht, an erster Stelle die Familienangehörigen. Ferner ist für das Berufsbild Altenpfleger/in kennzeichnend, dass vor allem auch Aspekte der Gerontopsychiatrie zu beachten sind, da die betreuten Menschen oft an massiven Veränderungen der Persönlichkeit leiden. Der Altenpfleger oder die Altenpflegerin muss sich darüber hinaus mit der Biografie des Betreuten auseinandersetzen, um die speziellen Einflüsse hieraus für die Pflege bei psychischen Veränderungen zu berücksichtigen.

Häufig ist die tägliche Arbeit für den Altenpfleger/in auch bestimmt durch eine pallitative Tätigkeit, insbesondere bei Schwerkranken im deutlich fortgeschrittenen Alter, bei denen meist mehrere Krankheiten gleichzeitig vorliegen. Hier steht die Erhaltung einer möglichst hohen Lebensqualität bis zum Tod als Hauptziel der Betreuung und Pflege im Vordergrund.





Weitere Artikel zum Thema finden Sie hier: