Lieferverzug und Nachfrist

Ein Lieferverzug liegt vor, wenn ein Lieferant den vereinbarten Liefertermin nicht einhält. War der Liefertermin nicht klar bestimmt, tritt Lieferverzug jedoch erst mit der mündlichen oder schriftlichen Mahnung des Kunden ein.

In der Mahnung setzt der Kunde eine Nachfrist, innerhalb derer der Lieferant die bestellte Ware zu liefern hat. Bei der Bestimmung der Nachfrist kommt es auf die ursprüngliche Lieferzeit, die Branche und die Art der bestellten Waren an. An diesen Kriterien sollte sich die Nachfrist orientieren. 

Inhalt einer Mahnung mit Fristsetzung

In der Mahnung sollten folgende Inhalte enthalten sein:

  • Datum und Nummer der Bestellung;
  • Bezeichnung und Anzahl der bestellten Waren;
  • ggf. Datum der Auftragsbestätigung;
  • Mitteilung bzw. Reklamation, dass Sie die bestellten Waren noch nicht erhalten haben;
  • Hinweis auf die Folgen, die durch den Lieferverzug bei Ihnen eintreten;
  • Bestimmung einer angemessenen Frist, innerhalb derer die Waren eintreffen müssen;
  • Ankündigung der Konsequenzen, falls innerhalb der Frist die Waren nicht eintreffen: Rücktritt oder Schadenersatz wegen Nichterfüllung.

Bei der Fristsetzung sollte man beachten, dass dem Lieferanten bzw. Dienstleister genügend Zeit bleibt, auf die Reklamation zu reagieren. Ansonsten könnte die Fristsetzung unwirksam sein.


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