Businessplan

In der Regel sollte eine Existenzgründung mit einem Businessplan vorbereitet werden. Ein guter Businessplan folgt einem bewährten Aufbau bei der Erläuterung der beabsichtigten Unternehmensgründung und auch die Form des Businessplans kann den sogenannten Unterschied machen. 

Existenzgründung mit Businessplan

Existenzgründer mit Finanzierungsbedarf kommen ohne einen Businessplan ohnehin nicht weit, da sowohl staatliche Stellen als auch Kreditinstitute einen vollständigen Businessplan anfordern, bevor sie über Fördermittel oder einen Kreditantrag entscheiden. Gerade bei der Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit gehört der Businessplan zu den unverzichtbaren Bestandteilen einer guten Vorbereitung auf die Selbständigkeit.

1. Ausgangslage bei der Existenzgründung

Wer einen Gründungszuschuss oder Einstiegsgeld beantragen will oder für die Existenzgründung eine anderweitige Finanzierung benötigt, kommt ohnehin um die Erstellung eines professionellen Businessplans nicht herum. Leider ist immer wieder zu beobachten, dass Existenzgründer mit wahrlich erfolgversprechenden Konzepten keine finanzielle Unterstützung erhalten, weil der vorgelegte Businessplan gravierende Fehler bei Aufbau und Form aufweist. Ebenso häufig ist es in der Praxis der Fall, dass eine Existenzgründung ohne eine solide Planung meistens erfolglos verläuft. Es ist daher angezeigt, das Thema Businessplan genauer zu beleuchten.

2. Detaillierte Beschreibung der Geschäftsidee

Ein Businessplan ist essentiell, auch wenn manche Kritiker einwerfen, dass eine Unternehmensgründung ein derart komplexer Prozess ist, abhängig von zu vielen externen Faktoren, dass dieser mittels eines Businessplans nicht realistisch geplant werden kann. Dem ist jedoch entgegenzuhalten, dass es bei der Erstellung eines Businessplans weniger um die Bezifferung quantitativer Größen geht, sondern vielmehr um die möglichst detaillierte Beschreibung der Geschäftsidee und deren beabsichtigte Umsetzung, unterlegt mit Zahlenmaterial zum Beweis der positiven Tragfähigkeit des Unternehmenskonzepts. Im übrigen ist die Diskussion über den Nutzen eines Businessplans nutzlos, weil es ohne einen Businessplan eben kein Geld gibt. Heutzutage sollte es auch für jeden Existenzgründer möglich sein, einen ansprechenden und vollständigen Businessplan zu erstellen, da es inzwischen im Internet eine Menge Anbieter gibt, die professionelle Vorlagen für einen Businessplan günstig zum Download anbieten. 

3. Allgemeine Regeln für einen Businessplan

Der Businessplan sollte an jeder Stelle deutlich machen, dass der Existenzgründer in jeder Phase der Unternehmensgründung den gestellten Anforderungen gewachsen ist. Ein guter Businessplan enthält auch eine deutliche Aussage darüber, dass das soziale Umfeld des Existenzgründers die Unternehmensgründung mitträgt. Der Businessplan ist eine Art Verkaufsprospekt, das die Neugier und die Bereitschaft zum Weiterlesen ab der 1. Seite wecken muss. Dazu sind folgende Merkmale von höchster Bedeutung:

  • einfache und klare Sprache ohne verschachtelte Sätze,
  • in übersichtlicher Form unter
  • Einhaltung der gängigen Rechtschreibung und
  • Verzicht auf technische Details, wo es möglich ist, zugunsten einer klaren und optisch einwandfreien Präsentation der Wettbewerbsvorteile, der aussichtsreichen Chancen und der aktuellen Marktsituation.

Was erwartet der aufmerksame Leser von einem Businessplan? Machen Sie sich bewusst, dass Sie von einem Fremden Geld für Ihr Projekt haben wollen. Dieser ist nur dann bereit, Kapital in Ihre Hände zu legen, wenn er in Ihrem Businessplan folgende Kriterien findet. Er erwartet einen Businessplan, der

  • den Nutzen der Geschäftsidee für den Markt klar erkennen lässt,
  • ein Produkt in einem wachsenden Markt präsentiert,
  • eine deutliche Abgrenzung des Produkts von anderen erkennen lässt,
  • richtige und genaue Daten zum Markt und zur Konkurrenz enthält und belegt,
  • darstellt, inwieweit der Unternehmer und das eingesetzte Personal fachlich und persönlich qualifiziert ist, diesen Businessplan auch tatsächlich umzusetzen,
  • belegt, dass die eingesetzten Mittel zumindest mittelfristig zuzüglich einer attraktiven Verzinsung wieder zurückfließen,
  • sicherstellt, dass kurz- und mittelfristig keine Gefahr einer Liquiditätslücke entsteht.

Fehlt eines dieser Elemente, wird beim Leser und zukünftigen Kapitalgeber schon Unsicherheit erzeugt, ob das Kapital in die richtigen Hände gelangt.

4. Aufbau eines Businessplans

Wer eine professionelle Vorlage für einen Businessplan benutzt, muss sich mit den formellen Anforderungen nicht mehr intensiv auseinandersetzen. Umso mehr Zeit verbleibt dem Existenzgründer, sich mit den wichtigen Details seines Produkts, seiner Konkurrenz und dem Markt zu beschäftigen und die Ergebnisse in dem Businessplan darzustellen. Es gibt zwar bis heute keinen international standardisierten Aufbau eines Businessplans, jedoch hat sich in der Praxis ein modularer Aufbau bewährt und durchgesetzt. Die folgenden Elemente sind die Grundbestandteile eines perfekten Businessplans und werden daher auch im einzelnen beschrieben. In begründeten Einzelfällen kann von diesem Aufbau abgewichen werden, wenn es den oben genannten Zielen eines Businessplans entgegenkommt.

>>   Executive Summary (Einleitende Zusammenfassung)
  > Unternehmen/Existenzgründer
  > Management
  > Produkt bzw. Leistung
  > Branche, Markt und Konkurrenz
  > Organisation und Personal
  > Marketing
  > Realisierung
  > Risikoabschätzung
>>   Finanzplanung

Die einzelnen Elemente des Businessplans werden also quasi eingerahmt von einer einleitenden Zusammenfassung und der abschließenden Finanzplanung.


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