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Ein Unternehmensverkauf ist in den meisten Fällen ein komplexer Vorgang, der neben dem Steuer- und Gesellschaftsrecht viele weitere Rechtsbereiche berührt und  grundsätzlich in mehreren Etappen erfolgt. Darüber hinaus ist beim Verkäufer auch Verhandlungsgeschick gefragt, wenn es um die Bewertung des Unternehmens und somit um den Verkaufspreis geht.

Ablauf eines Unternehmensverkaufs

Ein Unternehmensverkauf ist ein komplexer Vorgang, der für den Verkäufer ebenso viele Chancen und Risiken birgt wie für den Käufer, wobei auf Käuferseite meistens M&A-Profis sowie auf M&A spezialisierte Berater auftreten. Deshalb kann man sowohl den Inhabern eines Einzelunternehmens als auch den Gesellschaftern einer großen Kapitalgesellschaft nur raten, sich ebenfalls versierte M&A-Berater an die Seite zu holen, um von diesen wertvolle Tipps zum Unternehmensverkauf zu bekommen oder gleich mit einer umfassenden Betreuung und Beratung vom Anfang bis zum Ende zu beauftragen. Im Falle eines Unternehmensverkaufs bzw. -kaufs durchlaufen Verkäufer und Käufer sowie ihre Berater in der Regel mehrere Etappen, die sich deutlich voneinander unterscheiden und sozusagen aufeinander aufbauen.

a) Vorbereitung des Unternehmensverkaufs

Sobald der Entschluß zum Unternehmensverkauf getroffen wurde, beginnen die grundlegenden Vorbereitungshandlungen, währenddessen der Verkäufer sozusagen eine interne Prüfung und Bewertung des Unternehmens vornimmt. Ziel dieser Vorbereitung ist zumindest ein Kurzprofil des Unternehmens samt Kaufpreis, der erzielt werden soll.

b) Letter of Intent

Die eigentliche Kontaktaufnahme zwischen dem Verkäufer und potentiellen Käufer beginnt meist mit einem Letter of Intent, in dem der Käufer sein Interesse am Kauf des Unternehmens bekräftigt. Hierbei handelt sich um eine rechtlich unverbindliche Absichtserklärung als Grundlage für die folgende Due Diligence-Prüfung und die anschließenden Verhandlungen über den Kaufpreis und den Inhalt des Kaufvertrages.

c) Due Diligence-Prüfung

An den Letter of Intent schließt sich regelmäßig eine Due Diligence-Prüfung an, die mit Hilfe eines Rechtanwalts, Steuerberaters und/oder Wirtschaftsprüfers auf die systematische Erfassung der Stärken und Schwächen des Unternehmens abzielt, verbunden mit einer Analyse der Risiken und einer fundierten Unternehmensbewertung.

d) Vertragsverhandlungen und Kaufvertrag

Im Anschluß an die Due Dilligence Prüfung verhandeln die Parteien über den Inhalt des Kaufvertrages sowie den Kaufpreis für das Unternehmen bzw. die Anteile am Stamm- oder Grundkapital. Handelt es sich um Beteiligungen an einer GmbH, GmbH & Co. KG oder um Aktien an einer Aktiengesellschaft, bedarf der Kaufvertrag zwingend der notariellen Beurkundung. Gerade bei den Verhandlungen über den Inhalt des Kaufvertrages und des Kaufpreises sind einschlägige Erfahrungen im Unternehmensverkauf und entsprechendes Verhandlungsgeschick sehr hilfreich.

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