Buchführung und Bilanz

Eine Bilanz ist eine rechtlich verpflichtende Erklärung eines Einzelunternehmers oder Unternehmens über das Einkommen in einem Wirtschaftsjahr sowie über das Aktiv- und Passivvermögen zum Ende des Wirtschaftsjahres. Je nach Unternehmensart können Unternehmen zur Bilanzierung verpflichtet sein. Die Bilanz wird auf Basis der Buchführung erstellt, wobei hierbei die Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung zu beachten sind. Kleinunternehmer und Freiberufler sind in der Regel von der Bilanzierungspflicht befreit, müssen aber für steuerliche Zwecke eine jährliche Einnahmen-Überschussrechnung beim zuständigen Finanzamt einreichen. (mehr …)

Einwurf-Einschreiben in GmbH-Sachen ausreichend

Anlässlich eines Rechtsstreits zwischen einer GmbH und einer Gesellschafterin wegen der Kaduzierung des Geschäftsanteils gem. § 21 GmbHG stellte der BGH in seinem Urteil vom 27.09.2016 klar, dass auch ein Einwurf-Einschreiben als „eingeschriebener Brief“ i.S.d. § 21 Abs. 1 S. 2 GmbHG zu werten ist. Es lässt sich weder aus dem Wortlaut der Regelung noch aus dem gesetzgeberischen Willen noch mittels teleologischer Auslegung herleiten, dass ein Einwurf-Einschreiben der Deutschen Post nicht als „eingeschriebener Brief“ anzuerkennen ist. (mehr …)

Vorsicht bei Beratung einer GmbH in der Krise

In der Praxis kündigt sich die Insovenz einer GmbH in vielen Fällen bereits viel früher an, als dies auf den ersten Blick vermuten lässt. In der Regel ist es ein langwieriger Prozeß, der in mehreren Phasen von der strategischen Krise zunächst in die bilanzielle Krise, anschließend in eine Kapitalkrise und zum Schluß in eine Liquiditätskrise führt, bevor dann letztendlich einer der Insolvenzgründe zum zwingenden Handeln des Geschäftsführers auffordert. Leider suchen sich viele Geschäftsführer einer GmbH erst dann externe Hilfe und Beratung, wenn sich die Konsequenzen einer Liquiditätskrise nicht mehr verbergen oder verdrängen lassen. Umso schwieriger ist es dann, die Insolvenz einer GmbH abzuwenden. (mehr …)

Par. 181 BGB leicht gemacht

Der Par. 181 BGB regelt im Rahmen des Allgemeinen Teils des BGB die Rechtsfolgen eines Geschäfts, bei dem ein und diesselbe Person in Vertretung eines anderen mit sich selbst ein Vertrag schließt. Die Notwendigkeit einer solchen Regelung ergibt sich aus der Gefahr eines Interessenkonflikts, wenn auf beiden Seiten eines Vertrages diesselbe Person an dem Geschäft mitwirkt. Immer wieder werde ich nach dem Inhalt und Sinn des Par. 181 BGB gefragt, so dass ich diese Regelung an dieser Stelle einmal umfassend und möglichst verständlich darstellen will. (mehr …)