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Organe aus dem 3D-Drucker sind bereits Realität. Die Nachfrage nach Organen und Ersatzteilen für den Körper wird mit der steigenden Lebenserwartung und des zunehmenden Durchschnittsalters der Bevölkerung in der westlichen Welt immer mehr zunehmen. Das ist die logische Konsequenz dessen, dass wir immer älter werden.

Zunehmendes Durchschnittsalter dank steigender Lebenserwartung

Auf Basis der Zahlen des Census Bureau wird das Durchschnittsalter der Bevölkerung in Europa und Japan bis 2030 auf über 45 Jahre steigen. Nur etwas besser sieht es in Nordamerika und Australien aus, wo das durchschnittliche Alter der Bevölkerung bis 2030 auf 35 bis 45 Jahre steigen wird. Dank der hohen Lebensqualität und fortschreitenden Entwicklung in der Medizintechnik müssen sich die Gesellschaften in Europa und insbesondere in Deutschland auf eine immer älter werdende Bevölkerung einstellen, die immer höhere Anforderungen an die Erhaltung der Gesundheit stellt. Trotz aller Fortschritte in der Medizintechnik und im Gesundheitswesen in Europa geht auch bei uns der Trend dahin, sich zunehmend ungesünder zu ernähren und zu wenig zu bewegen. Beide Trends führen dazu, dass Organtransplantationen und somit die Nachfrage nach Organen und „Körperersatzteilen“ in der Zukunft noch weiter zunehmen wird. Während die Organtransplanation als solche in großen Bereichen längst zur Routine geworden ist, konnte die Nachfrage nach einem passenden Organ noch nie zufriedenstellend befriedigt werden. Seit den ersten durchgeführten Organtransplantationen herrscht auf diesem Gebiet stets Mangel an entsprechenden Angeboten bzw. Organspendern. Solange der Gesetzgeber hier nicht tätig wird und die Entnahme von Organen zur Regel macht (in einigen europäischen Ländern schon Praxis), wird sich hieran nichts ändern.

Möglichkeiten des 3D-Drucks

Die Möglichkeiten des 3D-Drucks in der Medizintechnik stehen sicher erst am Anfang, aber schon jetzt ist sichtbar, welches Potential in dieser Technik steckt. Während Ersatzteile aus Kunststoff und Metall in allen Formen und Funktionen längst hergestellt werden können, ist der 3D-Druck mit menschlichem Gewebe noch in der Entwicklung. Sobald jedoch die ersten funktionierenden Organe jenseits von Kunststoff und Metall hergestellt werden können, dürfte dies ein Quantensprung in der Medizintechnik sein. Ein Akteur in diesem Bereich ist Organovo, ein börsennotiertes Unternehmen in den USA mit Sitz in San Diego in Kalifornien. Bislang konnte man hier schon lebende Zellen aus dem 3D-Drucker anfertigen, die auf Bestellung für externe Forschubgslabors angefertigt werden. Das Ziel von Organovo ist natürlich die Herstellung vollständiger Organe auf Basis lebender Zellen. Sobald man hierfür körpereigene Zellen des zukünftigen Empfängers verwenden kann, ist auch das Problem der Abstoßungsreaktionen körperfremder Organe gelöst.

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