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Connected Car ist das Zauberwort, wenn es um die Zukunft des Autos geht. Dabei geht es jedoch um viel mehr als um die Verbindung mit dem Internet über WLAN. Während das Auto heute noch in erster Linie ein Transportmittel von A nach B ist, wird es in Zukunft (ähnlich wie das Smartphone) mehr und mehr zum vernetzten Computer mit Rädern, von dem deutlich mehr erwartet wird, als von A nach B zu fahren. Im Focus steht das autonome, d.h. das selbst fahrende Auto, das darüber hinaus die besonderen Wünsche und Vorlieben des Fahrers kennt. Die Big Player im Internet namens Google (Android Auto), Microsoft (Windows Car) und Apple (CarPlay) arbeiten bereits mit aller Vehemenz daran, das Auto der Zukunft mit ihrer Software zu verbinden zu vernetzen. Google und Apple arbeiten darüber hinaus selbst am Auto der Zukunft.

Die deutschen Automobilhersteller rund um Audi, BMW und Daimler haben in 2015 für knapp 3 Milliarden Euro den Kartendienst Nokia Here übernommen, um sich von den gerade genannten Systemen und zukünftigen Wettbewerbern unabhängig zu machen und eine eigene cloudbasierte Plattform zu entwickeln. Digitale Straßenkarten sind sozusagen die Basis für die Entwicklung autonomer Autos. Connected Cars sind hierbei nur eine Zwischenstufe. Neben Google, Apple und Nokia Here gibt es eigentlich nur noch das System von TomTom, das digitale Strassenkarten in der Qualität anbietet, dass sie als Grundlage für das autonome Auto ausreichend sind. Insofern war es für die genannten deutschen Autohersteller enorm wichtig, in dieser Richtung nicht von Anfang an den Anschluß zum Auto der Zukunft zu verpassen, zumal mit Tesla bereits ein Anbieter von Elektroautos auf dem Weg zum autonomen Auto mit großen Schritten vorauseilt.

Neben den digitalen Strassenkarten gibt es jedoch noch einige andere Themenfelder rund um das Connected Car, in denen heftig um die Wette geforscht und entwickelt wird. Fahrassistenzsysteme werden bald ebenso wichtig sein wie die Motorisierung, der Verbrauch oder die Lackierung des Autos. In Zukunft wird erwartet, dass man z.B. mit seinem Auto sprechen kann und per Sprachsteuerung einen passenden Sender im Radio einstellt, die Heizung bzw. die Klimaanlage ein- oder ausschaltet oder Nachrichten verschickt.

Wenn man an all die persönlichen Daten denkt, die in Verbindung mit dem Connected Car entstehen, kann einem jedoch gleichzeitig ziemlich mulmig werden. Wenn Google beispielsweise nicht nur meine Vorlieben im Internet kennt, sondern auch meine Aufenthaltsorte im realen Leben und noch mehr, gibt es kaum noch Bereiche, in denen man nicht der Erfassung und Verarbeitung persönlicher Daten ausgeliefert ist.

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