Arbeitsmarkt in Deutschland

8. November 2013

Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist stabil in positiver wie in negativer Hinsicht. Die Beschäftigungslage war im vereinigten Deutschland noch nie besser wie im September 2013, aber es ist kaum Bewegung vorhanden. Das Jahr 2013 hat insgesamt sehr unterschiedliche Entwicklungen gezeigt und auch die Prognosen für Zukunft variieren zwischen von Konjunkturaufschwung und Stillstand auf hohem Niveau.

Mehr Erwerbstätige denn je in Deutschland

Laut Angaben des Statistischen Bundesamts gab es im wiedervereinigten Deutschland noch nie zuvor so viele Erwerbstätige wie im September 2013. Aufgrund der günstigen Beschäftigungslage rechnet die Bundesregierung sogar damit, dass sich dieser Wert zu einem Durchschnittswert entwickeln wird. Ähnlich optimistisch äuflert sich die Deutsche Industrie- und Handelskammer. Auch die reichlich vorhandenen Jobbörsen wie z.B. kalaydo.de zeigen eine wachsende Tendenz an Stellenangeboten, aber wegen der bereits genannten Statik bewegt sich der Umsatz auf niedrigem Niveau. Die Optimisten schätzen jedoch die nahe Zukunft weiterhin positiv ein und hoffen auf entsprechende Impulse auf den Beschäftigungsmarkt. In diesem Zusammenhang wird es interessant, wie sich die Gespräche zwischen CDU, CSU und SPD hinsichtlich eines Mindestlohns entwickeln, den einige Branchen fürchten und als Jobkiller bezeichnen.

Die andere Seite der Medaille

Trotz der erfreulichen Nachrichten hinsichtlich Arbeitsmarktlage und Konjunktur gibt es dennoch auch bedenkliche Entwicklungen, die baldiges und effizientes Handeln erfordern:

  • Tausende von Jugendliche sind ohne Ausbildungsplatz, denn die Anzahl der Lehrstellen sinkt trotz der guten Lage. Vor allem in NRW, Hessen und Berlin sieht es bedenklich aus. Veranstaltungen wie die Azubi- und Studientage 2013 in der Messe Frankfurt sind da nur kleine Tropfen auf heißem Stein.
  • Durch die Bildungspolitik in der Vergangenheit ist die Anzahl an Ingenieuren und Technikern in Deutschland stark gesunken. Nun gehen dem deutschen Arbeitsmarkt die Fachkräfte aus.
  • Zuwanderer, die die Lücke im Bereich der Fachkräfte füllen, sorgen dafür, dass die Arbeitsmarktbelebung mäßiger ausfällt als erwartet.

Arbeitsmarktforscher rechnen damit, dass sich bis zum Jahresende kaum mehr etwas tut auf dem Arbeitsmarkt. Saisonal bedingt könnte die Anzahl der Arbeitslosen über die Wintermonate sogar leicht steigen.

Chancen für Existenzgründer

Obwohl sich die Bedingungen und insbesondere die staatliche Unterstützung für Existenzgründer negativ entwickelt haben, stellt die Selbständigkeit nach wie vor eine attraktive Möglichkeit dar, sich beruflich und privat zu verwirklichen. Im Jahr 2012 ist die Anzahl der Existenzgründer allerdings deutlich abgesunken. Als Gründe werden die gute Lage auf dem Beschäftigungsmarkt und auch die geringen Impulse aus der Konjunktur verantwortlich gemacht, aber es dürften auch die Einschnitte beim Gründungszuschuss eine Rolle gespielt haben.

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