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Der Gründungsreport 2016 der KfW zeigt, dass die Zahl der Existenzgründer im Jahr 2015 um fast 20% gegenüber dem Vorjahr gefallen ist. Einer der Gründe hierfür ist der starke Arbeitsmarkt in Deutschland, der die Zahl der Notgründungen um fast 30% auf einen neuen Tiefpunkt sinken ließ. Was sich also zunächst negativ anhört, entpuppt sich beim näheren Hinsehen als positive Entwicklung. Eine weitere positive Entwicklung ist der Anstieg bei den innovativen Gründern, die in 2015 fast eine sechsstellige Summe erreichen und den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands ganz wesentlich mitprägen. Nichtsdestotrotz ist die Zahl der Existenzgründungen in Deutschland insgesamt wieder rückläufig, was schade ist. Man kann also festhalten, dass sich die Qualität der Existenzgründungen in Deutschland verbessert hat, aber die Quantität nachgelassen hat. 

Gründungsreport 2016

Der Gründungsreport 2016 der KfW offenbart das Ergebnis, dass die Zahl der Existenzgründungen in Deutschland zahlenmäßig wieder zurückgehen. Mit 763.000 Existenzgründern fiel die Gründerquote in 2015 auf 1,5%, womit die Zahl der Existenzgründungen in Deutschland wieder auf den Tiefstwert vor 2012 gesunken ist. Zur Begründung wird auf den starken Arbeitsmarkt verwiesen, der es einem potentiellen Existenzgründer schwer macht, sich für ein Start-up und die anschließende Selbständigkeit zu entscheiden. Für einen gut ausgebildeten und kreativen Menschen geht es immer auch um die Frage, wo er seine Bedürfnisse und Verdienstchancen besser verwirklichen kann. Hier haben sich die großen Arbeitgeber im Wettbewerb um die schlauen Köpfe mit Angeboten wie flexible Arbeitszeiten oder Home-Office deutlich verbessert.

Internet und Digitalisierung boomen

Was ich auch in meiner Kanzlei im Rahmen der Existezgründungsberatung sehe, bestätigt sich durch den Gründungsreport 2016 der KfW. Internet und Digitalisierung sind die Bereiche, in denen junge Existenzgründer die besten Chancen sehen, um sich mit ihren Geschäftsideen nachhaltig und mit Erfolg selbständig zu machen. Den größten Teil nehmen solche Geschäftsmodelle ein, die sich der

  • Entwicklung von Mobile Apps,
  • dem Betrieb von Webportalen oder
  • dem Verkauf eigener Produkte oder Dienstleistungen über selbst entwickelte Online-Shops bzw. Online-Marktplätze

widmen. Die Möglichkeiten zum Geld verdienen im Internet werden immer vielseitiger und lukrativer und profitieren in besonderem Maße von der Digitalisierung, die sich als einer der großen Megatrends immer tiefer in unsere Gesellschaft und Wirtschaft hineinfrisst.

Schaffung neuer Arbeitsplätze

Erfreulich ist hierbei auch die Entwicklung, dass solche Existenzgründungen von Anfang an oder in sehr frühem Stadium auch Arbeitsplätze schaffen. Gleichzeitig sieht man den Trend in Richtung neue Bundesländer, wo junge Unternehmer noch gut ausgebildete Mitarbeiter zu akzeptablen Gehältern finden, allen voran in Berlin. Dies liegt aber auch vor allem daran, dass die Schaffung neuer Arbeitsplätze in den neuen Bundesländern finanziell gefördert wird, worauf Existenzgründer zu Beginn der Selbständig dringend angewiesen sind.

Mangel an Venture Capital

Auch wenn sich der Zugang deutscher Existenzgründer zu den Angeboten an Venture Capital angeblich verbessert hat, gehören die Schwierigkeiten bei der Finanzierung der Geschäftsideen zu den größten Problemen in Deutschland. Wie ich anlässlich der Beratung innovativer Existenzgründer feststellen konnte, erscheinen sehr oft die gleichen Namen, die sich als Business Angels oder reine Kapitalgeber mit Wagniskapital engagieren.

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