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Existenzgründer in Deutschland sind mit der Arbeit der öffentlichen Verwaltung unzufrieden, beurteilen aber die Standortbedingungen für ein Start-up in Deutschland überwiegend positiv.

Bewertung der Standortfaktoren in Deutschland

Eine Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 200 Start-up-Gründern kommt zum Ergebnis, das nur rund jeder dritte Existenzgründer (37 Prozent) zufrieden oder sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit mit den Ämtern ist, aber 40% eher oder überhaupt nicht zufrieden sind.

Während die Existenzgründer mit den übrigen Standortfaktoren wie

  • Infrastruktur vor Ort,
  • Lebensqualität,
  • Personal- und Büroraum-Situation oder
  • Start-up-Netzwerke

mehrheitlich zufrieden sind, wird die Arbeit der Behörden und der öffentlichen Verwaltung so schlecht bewertet wie kein anderer Standortfaktor, obwohl gerade der erste Eindruck im Rahmen der Existenzgründung so wichtig wäre.

Allerdings gab es bei der Bewertung der einzelnen Standortfaktoren deutliche regionale Unterschiede, wobei die Bundeshauptstadt Berlin gegenüber den anderen beiden Großstädten Hamburg und München vor allem Kostenvorteile hat. Zwei Drittel (69 Prozent) der Existenzgründer in Berlin sehen keinen Grund zu klagen. In Hamburg ist es nur jeder Zweite (50 Prozent) und in München gerade einmal jeder Vierte (24 Prozent). Und noch deutlicher wird das Bild beim Blick auf die eigenen Lebenshaltungskosten. 95% der Berliner Existenzgründer sind mit ihren eigenen Lebenshaltungskosten zufrieden, in Hamburg sind es nur 58% und in München gerade einmal 12%. Berlin ist und bleibt daher das Gründerzentrum in Deutschland, was die Zahl neu errichteter Unternehmen angibt. Es ist jedoch nicht nur die Quantität der Startups, sondern auch die Qualität, die Berlin gegenüber den anderen deutschen Großstädten auszeichnet, vor allem in den Bereichen Internet und eCommerce.

Als selbständiger Rechtsanwalt in München kann ich diesen Eindruck bestätigen, da die Kosten in der bayerischen Landeshauptstadt in der Tat erschrecken hoch sind, sowohl bei den Büromieten als auch bei den Lebenshaltungskosten. Das ist im Vergleich zu anderen schönen Städten in Deutschland schon ein Kostennachteil, aber nichtsdestotrotz würde ich nicht daran denken, München zu verlassen.

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