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Bei einigen Banken ist der Kauf von Bitcoin & Co. auf Kredit schon verboten. Zu Recht? Eine Kreditaufnahme für den Einstieg in die Kryptowährungen Bitcoin & Co. stellt für viele eine verlockende Möglichkeit dar, schnell von Kursgewinnen zu profitieren. Das gilt erst recht bei der schnellen Kreditvergabe und den niedrigen Zinsen, die momentan für neue Kredite zu zahlen sind. Was beim Kauf von Aktien auf Kredit gilt, muss natürlich auch beim Kauf von Bitcoins und erst recht bei den anderen Kryptowährungen beachtet werden. Die Kursrisiken sind schon bei Aktien enorm, bei Bitcoin ungleich höher und bei den übrigen Kryptowährungen enorm. Ganz neu sind die Coins mittlerweile nicht mehr, der Hype um Bitcoin hat viele weitere Kryptowährungen aufkommen lassen und langsam werden diese auch für Otto Normalbürger interessant.

Megatrend, Hype oder Blase?

Die meisten Leute wissen immer noch nicht ganz, ob es sich bei Bitcoin & Co. um einen neuen Megatrend, einen kurzfristigen Hype oder eine Blase handelt. Vielleicht ist es auch ein Pyramidensystem, bei dem nur die ersten Einsteiger gewinnen. Oder steckt doch mehr dahinter, so dass sich ein Einsatz in Kryptowährungen oder eine Investition in entsprechende Unternehmen lohnt?

Hände weg von Bitcoin & Co. auf Kredit

Der Boom bei Bitcoin und & Co. treibt schon eigenartige Blüten. So verfolgen manche die Strategie, wegen des hohen Energieverbrauchs beim Mining verstärkt auf Aktien großer Energieunternehmen zu setzen. Deutlich erfolgreicher waren Investitionen in Unternehmen, die entsprechende Mining-Hardware im Angebot haben, insbesondere Nvidia. Die hohen Kursschwankungen der Kryptowährungen brachten viele auf die Idee, sich die finanziellen Mittel für einen Einstieg in Bitcoin, Etherum, Litecoin oder Ripple über einen Blitzkredit zu besorgen bzw. den eigenen finanziellen Spielraum zu erweitern. Bei Kursanstiegen mag diese Strategie im Nachhinein richtig und lohnenswert erscheinen, aber der richtige Ein- und Ausstieg war hierbei essentiell wichtig. Wie die Entwicklung bei Bitcoin von Dezember 2017 bis heute gezeigt hat, gehen die Kursschwankungen in beide Richtungen, also auch nach unten. Wer Bitcoin & Co. auf Kredit kauft, hat für #HODL Strategien jedoch keine Zeit.

Kauf von Kryptowährungen auf Kredit in USA verboten

Wegen des enormen Hypes um Bitcoin und andere Kryptowährungen haben zahlreiche Privatpersonen in den letzten Monaten einen Kredit aufgenommen, um an den enormen Kursgewinnen teilzuhaben. Das macht deutlich, welches Risiko Privatpersonen dort eingehen, um nebenbei etwas Geld zu verdienen. Insbesondere in den USA war der Kredit-finanzierte Kauf von Kryptowährungen durchaus verbreitet. Infolgedessen haben bereits zwei große US-Banken (Bank of America und JPMorgan Chase) reagiert und den Kauf von Coins mit Kreditkarten verboten. Das Kreditausfallrisiko war ihnen zu hoch. Zu Recht, wie die Kursentwicklung der letzten Monate bei Bitcoin gezeigt hat. Während die #HODL Strategie beim Einsatz eigener Ersparnisse sinnvoll erscheinen mag, ist diese beim Kauf auf Kredit nur bedingt tauglich.

Bitcoin oder Diversifikation?

Wie bei allen anderen Geldanlagen und Investments gehört es zu den Grundregeln der Vermögensanlage, „nicht alle Eier in einen Korb zu legen“, sondern das eigene Portfolio auf unterschiedliche Vermögenswerte zu verteilen. Das bedeutet zunächst, dass man nur einen Bruchteil seines Vermögens in Kryptowährungen „investieren“ sollte, meines Erachtens maximal 5% bis 10%.

Wer sich von dem Bitcoin-Hype anstecken ließ, muss sich dann früher oder später auch in diesem Bereich für eine Strategie entscheiden, wobei ich bei der Recherche am häufigsten auf die beiden folgenden Strategien gestoßen bin:

  • Einsatz nur in Bitcoin oder
  • Diversifikation in mehrere Kryptowährungen.

Hierbei muss man sich bewusst sein, dass Bitcoin das Flaggschiff der Kryptowährungen darstellt und sich die meisten Coins hieran orientieren. Auch wenn Hashtags wie #TokenizeTheWorld“ auf Twitter die Runde machen, werden mittel- und langfristig die wenigsten Coins überleben. Investitionen sind daher immer mit dem Risiko des Totalverlusts belastet.

Die meisten Experten raten von Spekulationen mit geliehenem Geld per Sofortkredit ganz allgemein ab. Dieser Fraktion schließe ich mich ausdrücklich an, egal ob es dabei um Aktien, Gold oder eben Kryptowährungen geht. Dennoch muss ich gestehen, dass ich selbst bei Bitcoin & Co. investiert bin und hier auch große Chancen sehe. Allerdings muss jeder das Risiko selbst abwägen und bestenfalls nur Geld investieren, welches man im Zweifel nicht benötigt. Und wer dann entsprechende Gewinne realisiert hat, sollte auch das Finanzamt und die steuerlichen Regeln rund um Bitcoin & Co. kennen.

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