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Anhand von mehr als 80 Kriterien wird mit dem jährlich erscheinenden Global Innovation Index eine Ranking-Liste mit mehr als 100 Ländern weltweit erstellt, in welcher die Innovationskraft dieser Länder miteinander verglichen wird. In dem Global Innovation Index für 2016 konnte die Schweiz erneut den 1. Platz belegen, dicht gefolgt von Schweden und Großbritannien.

Infografik: Schweiz bleibt globaler Innovationsführer | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Innovationsweltmeister Schweiz

Bemerkenswert ist jedoch, dass die Schweiz schon zum 6. Mal in Folge den Global Innovation Index anführt, während Deutschland als das Land der Tüftler und Denker nur den 10. Platz erreicht. Der eine oder andere denkt jetzt wahrscheinlich an die Werbung von Ricola, die in immer neuen Versionen die Innovationsfreude der Schweizer auf die Schippe nimmt.

Innovatives Europa

Anhand der Grafik von Statista kann man auch erkennen, dass die Top 10 der innovativsten Ländern weltweit von europäischen Volkswirtschaften dominiert wird. Das hätte wahrscheinlich nicht jeder auf Anhieb so erwartet. Daneben befinden sich Singapur auf Platz 6 und die USA auf Platz 4, wobei das unerwartet „schlechte“ Abschneiden der USA vor allem auf die miserablen Ergebnisse in den Kategorien Bildung, ökologische Nachhaltigkeit und immaterielle Wirtschaftsgüter zurückzuführen ist.

Besondere Beachtung verdient auch Großbritannien auf Platz 3, wo immer wieder herausragende Innovationen entwickelt werden. Ob und inwieweit sich der Brexit auf die Innovationsfähigkeit Großbritanniens auswirken wird, dürfte eine spannende Frage unter vielen werden.

Aus Erfindungen werden Innovationen

Innovationen sind übrigens nicht gleichzusetzen mit Erfindungen. Von einer Innovation spricht man erst, wenn eine Erfindung erstmals wirtschaftlich genutzt bzw. verwertet werden kann. Erst wenn eine Erfindung als Geschäftsidee für ein Startup oder ein neues Produkt den erfolgreichen Weg auf den Markt findet, hat man es mit einer Innovation zu tun. Eine Innovation setzt also voraus, dass die auf einer Erfindung aufbauenden Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren tatsächlich auf einen Markt mit Nachfrage treffen und damit Geld zu verdienen ist. Eine Innovation steht qualitätsmäßig auf einer völlig anderen Stufe als eine reine Erfindung. Letztere kann sich letztlich als unnütz für die Menschheit erweisen und infolgedessen wirtschaftlich als nicht verwertbar.

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